Drop your tools:

Der Organisationswissenschaftler Karl E. Weick berichtet, dass immer wieder Feuerwehrleute sterben, weil sie nicht bereit sind, ihre schweren Werkzeuge wie Motorsägen oder Äxte fallen zu lassen, um sich schneller in Sicherheit zu bringen. Einen der Gründe dafür (es sind insgesamt 10) beschreibt er selber so: „Finally, implicit in the idea that people can drop their tools is the assumption that tools and people are distinct, separable, and dissimilar … Firefighting tools define the firefighter's group membership, they create capability … and they are meaningful artifacts that define the culture … Without my tools, who am I?“ Wir denken, dass es mit den Methoden und Erfahrungen der klassischen Kommunikation nicht anders ist: Sie definieren uns als Marketingleute, Kommunikatoren oder Kreative und wir fürchten uns, sie fallen zu lassen. Im besten Fall hindert uns das „nur“ daran, neue Tools – aus Neurowissenschaften, Psychologie, experimenteller Philosophie, Technologie, um nur ein paar zu nennen, aufzunehmen – denn wir haben ja die Hände voll. Im schlimmsten – und wahrscheinlichsten – Fall werden wir von den gewaltigen Umwälzungen unseres Marktes überrollt, während wir uns an unsere Werkzeuge klammern. Vielleicht wollen wir ja aber nicht verbrennen, Sie mit Ihren Produkten, Idealen und Ideen, wir mit dem, was wir wissen und können. Dann sollten wir gemeinsam überlegen, wie wir mit unseren Werkzeugen umgehen. Den alten. Und den neuen. Think of it as evolution in action.